Wenn man seinen Wohnwagen nicht mehr braucht, sollte man ihn am besten verkaufen. Schließlich verliert er schon durch bloßes Herumstehen an Wert. Doch wie kann man dazu am besten vorgehen?
Ein Wohnwagen ist eine langfristige Anschaffung, die man im besten Fall über mehrere Jahre hinweg nutzt. Trotzdem kann es viele Gründe geben, weshalb man sein fahrendes Domizil auf einmal nicht mehr benötigt. Da der Wagen im Hof nur Platz wegnimmt, ist es daher oft ratsam, sich vom rollenden Heim zu trennen. Grundsätzlich ist das nicht schwierig, man muss ihn einfach nur einem Händler vorstellen oder ihn in einer Anzeige inserieren. Dazu bieten sich nicht nur Zeitungen an, sondern auch entsprechende Börsen im Internet. Letztere haben den Vorteil, dass man gleich auch noch ein paar Bilder zum Inserat hinzufügen kann. So können sich potenzielle Käufer gleich ein Bild vom Wohnwagen machen. Oft zählt übrigens der erste Eindruck. Deshalb sollte der besonders gut sein. Zwar gibt es Listen, nach denen man berechnen kann, was der Wagen noch Wert ist. Hier spielen unter anderem Alter, Modell, Zustand und Ausstattung eine Rolle. Sieht der Wohnwagen aber sehr heruntergekommen aus, obwohl er noch in Ordnung ist, ist möglicherweise niemand bereit, den Listenpreis zu zahlen. Schon eine Wäsche kann einen Unterschied von mehreren hundert Euro ausmachen.
Grundsätzlich kann es sich also durchaus lohnen, ein wenig Zeit in die Aufwertung des Wohnwagens zu investieren. Man sollte dabei allerdings immer auch einen Blick auf den zeitlichen, körperlichen und finanziellen Aufwand haben. So kann es sich durchaus lohnen, den Wohnwagen sorgfältig zu putzen und kleinere Kratzer im Lack selbst zu beheben. Ob sich aber zum Beispiel die Reparatur einer defekten Achse lohnt, sollte man vorher kalkulieren. Steigt der Wert durch die Reparatur nur um zweihundert Euro, während man selbst dreihundert zahlen müsste, dann lohnt sich diese Reparatur eher nicht. Lässt man eine wichtige Reparatur nicht vornehmen, dann muss man das unbedingt im Inserat angeben. Käufer finden sich meistens trotzdem noch. Im schlimmsten Fall ließe sich der Wohnwagen ja zum Beispiel auch zerlegen und in Einzelteilen verkaufen.
Wenn der Wohnwagen zum Verkauf vorbereitet ist, dann sollte man ein paar Fotos machen und sich alle nötigen Informationen über das Objekt zusammensuchen. Je weniger Fragen nach dem Lesen der Anzeige offenbleiben, umso mehr Menschen zeigen erfahrungsgemäß Interesse am Wohnwagen. Zu den wichtigsten Informationen gehören nicht nur das Alter und technische Details. Man sollte auch ganz deutlich auf Mängel, aber auch auf Besonderheiten hinweisen. Das können zum Beispiel extra Einbauten sein, die man in diesem Modell normalerweise nicht findet. Manchmal hilft es übrigens auch, wenn man in seiner Anzeige Sympathie erzeugt. So kann man zum Beispiel erzählen, welche Orte man mit seinem Wohnwagen schon besucht hat und welche Schwierigkeiten mit ihm gemeistert wurden. Lässt sich der Wagen nicht mehr im Straßenverkehr nutzen, kann man auch Anregungen zur weiteren Nutzung geben, zum Beispiel als Gartenhäuschen. Man sollte sich hier aber nicht in lange Erzählungen verrennen, sondern kurz und knapp bleiben. Schließlich sind solche Informationen zwar nützlich, aber nur in den seltensten Fällen ausschlaggebend. Wichtiger ist es, gute Kontaktmöglichkeiten, zum Beispiel E-Mail-Adresse und Handynummer, anzugeben. Viele Interessenten wollen vielleicht spontan vorbeikommen und sich den Wohnwagen genauer ansehen. Oft wird der Handel gleich vor Ort erledigt. Dazu sollte man einen Vertrag vorbereiten.
10. August