Riester Rente sichern – von den Vorteilen profitieren

Die Höhe der gesetzlichen Renten kann in den nächsten Jahren stetig sinken. Diese Lücke kann durch eine private Versicherung geschlossen werden. Die Riester-Rente erfreut sich in diesem Spektrum großer Beliebtheit.

Mehr als 12 Millionen Menschen haben schon einen Riestervertrag abgeschlossen, mit dem sie sich eine zusätzliche Rente im Alter sichern. Diese Form der privaten Vorsorge fördert der Staat damit, indem er eine Grund- und Kinderzulage oder Steuervorteile gewährt. Gerade in den Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise erlebt die Riester-Rente einen Aufschwung, denn die eingezahlten Beiträge und die Zulagen des Staates sind bis zum Erreichen des Rentenalters geschützt. Es kann die Sparer bei diesem Produkt kein Verlust ihres mühsam angesparten Kapitals treffen. Wer „riestert“, hat zudem die Garantie einer lebenslangen Rente. Auch wenn der Versicherte stirbt, erhalten die Erben einen Teil der Rente. Ein weiterer Vorteil ist es, dass das Guthaben unangetastet bleibt, sollte der Versicherte einmal Hartz-IV-Empfänger werden. Zudem kann ein Teil des Kapitals für die Schaffung von Wohnraum verwendet werden.

Der Abschluss einer Vorsorge-Rente ist für Geringverdiener genauso attraktiv wie für Personen mit hohem Einkommen. Aus diesem Grund kann sich jeder Bürger eine Riester Rente sichern. Auch Hausfrauen, Auszubildende, rentenversicherungspflichtige Selbstständige und Beamte können sie abschließen und sich damit die staatlichen Zulagen oder Steuervorteile sichern. Das Finanzamt prüft, welche der Regelungen für den Versicherten günstiger ist. Die Zulagen erhält der Versicherte, wenn er jährlich einen Zulagenantrag stellt. Die Erfahrung lehrt – die Riester-Rente wird seit 2001 angeboten – dass sehr viele Versicherte die Zulagen nicht erhalten, weil sie keinen Antrag ausfüllen. Damit verschenken sie jedes Jahr bares Geld. Damit die Zulagen automatisch fließen, sollte man daher bei dem Institut, bei dem der Riestervertrag abgeschlossen wurde, einen Dauerzulagenantrag stellen. Damit ist sicher gestellt, dass die staatliche Förderung nicht verloren geht. Auch sollte der Bank oder der Versicherung mitgeteilt werden, wenn sich das Arbeitseinkommen geändert hat oder sich Familienzuwachs eingestellt hat. Der Eigenanteil, den man zu zahlen hat, beträgt vier Prozent des Bruttoeinkommens, das im Vorjahr erzielt worden ist, und beträgt mindestens 60 Euro pro Jahr und maximal 2.100 Euro.

Gerade junge Menschen, die noch mehr als 30 Jahre bis zur Rente arbeiten müssen, profitieren von der Riester-Rente. Versicherte erhalten jedes Jahr die Grundzulage in Höhe von 154 Euro; dazu kommt pro Kind eine Zulage von 185 Euro. Für Kinder, die nach 2007 geboren sind, beträgt die Zulage 300 Euro jährlich. Berufseinsteiger können mit einem Bonus von 200 Euro rechnen. Bei Geringverdienern ist der staatliche Anteil an der Rente besonders hoch.

Kritik wird an der zusätzlichen privaten Rente laut, da diese – falls der Rentner im Alter der staatlichen Grundsicherung bedarf – auf die Leistungen angerechnet wird. Das ist aber auch bei allen anderen Einkommensarten der Fall; insofern bildet die Riester-Rente keine Ausnahme. Zudem kann niemand in jüngeren Jahren mit Gewissheit vorhersagen, ob er in ferner Zukunft einmal die Grundsicherung beantragen muss.